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Heizungsgesetz 2026: Neue Regeln, Änderungen und was Mieter und Vermieter jetzt wissen müssen

Heizungsgesetz Haus Änderung Regeln
  • Welche Regeln im Heizungsgesetz aktuell gelten
  • Welche Änderungen im Jahr 2026 geplant sind
  • Welche Heizungen weiterhin erlaubt sind
  • Welche Fristen für Gebäude und Heizungen relevant sind
  • Welche Kosten und Förderungen Eigentümer berücksichtigen sollten

Das sogenannte Heizungsgesetz beschäftigt Eigentümer, Vermieter und Mieter bereits seit mehreren Jahren. Mit der Reform des Gebäudeenergiegesetzes, kurz GEG, soll der Wärmesektor klimafreundlicher werden, gleichzeitig aber auch mehr Flexibilität bei der Wahl von Heizsystemen ermöglichen. Besonders für Immobilienbesitzer stellt sich die Frage, welche Heizungen künftig erlaubt sind und welche Kosten langfristig entstehen können.

Im Jahr 2026 steht eine Reform des Gesetzes im Raum. Viele Regelungen könnten angepasst werden, während andere weiterhin bestehen bleiben. Für Mieter und Vermieter ist es daher wichtig zu verstehen, was aktuell gilt, welche Änderungen geplant sind und welche Auswirkungen dies auf Heizsysteme, Modernisierungen und Betriebskosten haben kann.

Was ist das Heizungsgesetz?

Das Gebäudeenergiegesetz einfach erklärt

Der Begriff Heizungsgesetz wird häufig als Bezeichnung für das Gebäudeenergiegesetz verwendet. Dieses Gesetz regelt unter anderem, welche Anforderungen Gebäude bei der Energieeffizienz erfüllen müssen und welche Energieträger beim Heizen genutzt werden dürfen. Ziel ist es, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen.

Das Gesetz betrifft sowohl Neubauten als auch bestehende Gebäude. Es enthält Regeln zum Einbau neuer Heizsysteme, zu Energieausweisen sowie zu energetischen Anforderungen bei Sanierungen. Für Vermieter ist das Gesetz besonders relevant, weil Heizungsmodernisierungen Auswirkungen auf Investitionen und Mietkosten haben können.

Ziele des Heizungsgesetzes für Gebäude und Energieversorgung

Mit dem Heizungsgesetz verfolgt die Bundesregierung mehrere langfristige Ziele. Zentral ist die Reduzierung von CO2-Emissionen im Gebäudesektor. Gebäude verursachen einen erheblichen Anteil der gesamten Energieemissionen in Deutschland, vor allem durch Heizsysteme auf Basis fossiler Brennstoffe.

Ein weiteres Ziel ist die schrittweise Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Heizöl. Gleichzeitig soll der Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmesektor ausgebaut werden. Langfristig ist vorgesehen, dass Gebäude bis zum Jahr 2045 klimaneutral beheizt werden.

Warum das Heizungsgesetz reformiert werden soll

Die bisherigen Regelungen, insbesondere die bekannte 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien, wurden in der Praxis häufig als kompliziert und bürokratisch kritisiert. Eigentümer fühlten sich teilweise in ihrer Entscheidung eingeschränkt, weil bestimmte Heiztechnologien indirekt bevorzugt wurden.

Mit der geplanten Reform des Heizungsgesetzes soll daher mehr Technologieoffenheit entstehen. Eigentümer sollen künftig stärker selbst entscheiden können, welches Heizsystem wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Gleichzeitig sollen langfristige Kostenmechanismen wie CO2-Preise und Brennstoffquoten stärker als Steuerungsinstrumente genutzt werden.

Heizungsgesetz 2026: Diese Änderungen plant die Bundesregierung

Abschaffung der bisherigen 65 Prozent Regel

Eine der wichtigsten möglichen Änderungen betrifft die bekannte 65-Prozent-Regel. Diese Vorgabe verlangte bisher, dass neu eingebaute Heizungen mindestens 65 Prozent ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugen müssen.

Im Rahmen der Reform könnte diese starre technische Vorgabe entfallen. Stattdessen sollen Eigentümer grundsätzlich frei entscheiden können, welches Heizsystem sie einbauen. Dadurch werden verschiedene Heiztechnologien formal gleichgestellt, solange langfristige Klimaziele eingehalten werden.

Mehr Technologieoffenheit bei der Heizungswahl

Die Reform soll vor allem mehr Entscheidungsfreiheit schaffen. Eigentümer können weiterhin zwischen verschiedenen Heizsystemen wählen, etwa Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Fernwärme oder auch fossile Heizsysteme.

Die Politik verfolgt dabei einen anderen Ansatz als bisher. Statt technische Mindestquoten vorzuschreiben, sollen wirtschaftliche Faktoren stärker wirken. Dazu gehören steigende CO2-Kosten und zunehmende Anforderungen an klimafreundliche Brennstoffe.

Wegfall der verpflichtenden Energieberatung

Ein weiterer Punkt der Reform betrifft die Beratungspflicht. Bisher mussten Eigentümer vor dem Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung verpflichtend eine Energieberatung durchführen lassen. Diese Regelung sollte verhindern, dass langfristig unwirtschaftliche Heizsysteme installiert werden.

Mit der Reform könnte diese Pflicht entfallen. Eigentümer wären dann nicht mehr verpflichtet, eine formale Beratung nachzuweisen. Dennoch bleibt eine fachliche Beratung häufig sinnvoll, weil Heizungsentscheidungen meist für 15 bis 20 Jahre getroffen werden.

Neue Steuerung über CO2-Preis und Brennstoffquoten

Statt technischer Vorgaben soll künftig stärker über wirtschaftliche Rahmenbedingungen gesteuert werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei der CO2-Preis. Fossile Brennstoffe werden durch diese Abgabe schrittweise teurer.

Parallel dazu könnten neue Brennstoffquoten eingeführt werden. Diese sollen sicherstellen, dass fossile Heizsysteme langfristig klimafreundlicher betrieben werden. Besonders relevant ist dabei das Konzept der sogenannten Bio-Treppe.

Die sogenannte Bio-Treppe bei Gas und Ölheizungen

Die Bio-Treppe beschreibt eine schrittweise steigende Quote klimafreundlicher Brennstoffe. Neue Gas- oder Ölheizungen könnten künftig verpflichtet werden, einen wachsenden Anteil an erneuerbaren Energieträgern zu nutzen.

Info-Box: Funktionsweise der Bio-Treppe

JahrMindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe
2029etwa 10 bis 15 Prozent
2035etwa 30 Prozent
2040etwa 60 Prozent
2045vollständige Klimaneutralität

Diese Regel betrifft vor allem neu installierte fossile Heizsysteme. Für Eigentümer bedeutet dies, dass langfristige Betriebskosten bei solchen Heizungen deutlich steigen können.

Was aktuell noch gilt, bis die Reform des Heizungsgesetzes in Kraft tritt

Die bisherige 65 Prozent Regel für neue Heizungen

Solange die Reform noch nicht beschlossen ist, gelten weiterhin die bestehenden Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes. Dazu gehört insbesondere die Verpflichtung, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen.

Diese Regel betrifft vor allem Neubauten in ausgewiesenen Neubaugebieten. Eigentümer müssen daher bereits bei der Planung eines Heizsystems sicherstellen, dass diese Vorgabe erfüllt wird.

Übergangsfristen für Städte und Gemeinden

Das Gesetz enthält auch Übergangsfristen für bestehende Gebäude. Diese Fristen hängen unter anderem von der Größe der jeweiligen Kommune ab.

Große Städte müssen ihre kommunale Wärmeplanung früher vorlegen als kleinere Gemeinden. Erst nach der Veröffentlichung dieser Wärmepläne greifen bestimmte Vorgaben des Gesetzes vollständig.

Rolle der kommunalen Wärmeplanung

Die kommunale Wärmeplanung soll zeigen, welche Heizlösungen in einer Region langfristig vorgesehen sind. Städte und Gemeinden prüfen beispielsweise, wo Fernwärmenetze entstehen können und wo dezentrale Heizsysteme sinnvoll bleiben.

Info-Box: Bedeutung der kommunalen Wärmeplanung

  • Sie zeigt langfristige Heizoptionen für einzelne Stadtteile
  • Sie kann Einfluss auf Investitionsentscheidungen haben
  • Sie hilft Eigentümern bei der Planung zukünftiger Heizsysteme

Welche Heizungen laut Heizungsgesetz erlaubt sind

Überblick über alle zulässigen Heizsysteme

Das Heizungsgesetz schreibt grundsätzlich keine einzelne Heiztechnologie vor. Entscheidend ist vielmehr, dass bestimmte Energieanforderungen erfüllt werden.

HeizungssystemFunktionsweiseGeeignet fürZukunftsperspektive
WärmepumpeNutzt Umweltwärme aus Luft, Erde oder WasserNeubauten und sanierte GebäudeSehr hoch
FernwärmeVersorgung über zentrales WärmenetzStädtische GebieteHoch
BiomasseheizungNutzung von Holz oder PelletsLändliche RegionenMittel bis hoch
HybridheizungKombination mehrerer TechnologienBestandsgebäudeFlexibel
Gasheizung mit erneuerbaren BrennstoffenNutzung von Biomethan oder WasserstoffTeilweise BestandsgebäudeAbhängig von Brennstoffpreisen
StromdirektheizungElektrische WärmeproduktionSehr gut gedämmte GebäudeBegrenzt

Technologieoffenheit im neuen Heizungsgesetz

Ein wichtiges Prinzip der Reform ist die Technologieoffenheit. Eigentümer sollen grundsätzlich frei entscheiden können, welches Heizsystem am besten zum Gebäude passt. Dabei spielen Faktoren wie Gebäudezustand, Dämmstandard und verfügbare Infrastruktur eine wichtige Rolle.

Für Vermieter bedeutet diese Offenheit mehr Flexibilität bei Investitionsentscheidungen. Gleichzeitig müssen langfristige Kostenentwicklungen stärker berücksichtigt werden.

Warum langfristige Betriebskosten wichtiger werden

Die Anschaffungskosten einer Heizung sind nur ein Teil der wirtschaftlichen Betrachtung. Betriebskosten entstehen über viele Jahre hinweg und können die Gesamtkosten erheblich beeinflussen.

Steigende CO2-Preise, Brennstoffkosten und mögliche Bioquoten führen dazu, dass fossile Heizsysteme langfristig teurer werden können. Für Eigentümer ist daher eine Gesamtbetrachtung der Kosten entscheidend.

Regeln für Bestandsgebäude und bestehende Heizungen

Dürfen bestehende Gas- und Ölheizungen weiter betrieben werden

Viele Eigentümer befürchten, ihre bestehende Heizung kurzfristig austauschen zu müssen. Tatsächlich dürfen funktionierende Gas- und Ölheizungen in der Regel weiterhin betrieben werden.

Das Gesetz verpflichtet Eigentümer nur in bestimmten Fällen zum Austausch. Dazu gehören sehr alte Heizsysteme oder Anlagen mit geringer Effizienz. In den meisten Fällen können bestehende Heizungen jedoch weiter genutzt werden.

Wann alte Heizungen ausgetauscht werden müssen

Eine bekannte Regel betrifft Heizungen, die älter als 30 Jahre sind. Diese müssen unter bestimmten Voraussetzungen ersetzt werden. Ausnahmen gelten beispielsweise für moderne Brennwertgeräte oder selbst bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser.

Für Vermieter kann ein Austausch dennoch sinnvoll sein, wenn Heizsysteme ineffizient arbeiten oder hohe Betriebskosten verursachen.

Was passiert, wenn eine Heizung irreparabel kaputtgeht

Wenn eine Heizung nicht mehr repariert werden kann, muss ein neues System installiert werden. In diesem Fall gelten die aktuellen gesetzlichen Anforderungen für neue Heizungen.

Info-Box: Typische Situation bei einem Heizungsausfall

  • Eigentümer dürfen eine Übergangslösung nutzen
  • Eine neue Heizung muss die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllen
  • Langfristige Kosten und Förderungen sollten in die Entscheidung einbezogen werden

Heizungsgesetz 2026 und Neubauten

Aktuelle Regeln für Neubauten

Bei Neubauten gelten bereits heute strengere Energieanforderungen als bei Bestandsgebäuden. Neue Gebäude müssen besonders effizient gebaut werden und häufig erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung nutzen.

In Neubaugebieten greift derzeit die 65-Prozent-Regel besonders konsequent. Planer und Bauherren berücksichtigen diese Vorgaben bereits in der Bauphase.

Welche Änderungen für Neubauten geplant sind

Mit der Reform des Heizungsgesetzes könnten auch für Neubauten flexiblere Regelungen gelten. Eigentümer sollen mehr Spielraum bei der Wahl von Heiztechnologien erhalten.

Trotz dieser Flexibilität bleiben langfristige Klimaziele bestehen. Neubauten müssen daher weiterhin besonders energieeffizient sein.

Förderprogramme für neue Heizungen

Staatliche Förderung beim Heizungstausch

Um den Umstieg auf moderne Heizsysteme zu erleichtern, unterstützt der Staat den Heizungstausch finanziell. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude bietet Zuschüsse für verschiedene Heiztechnologien.

Diese Förderungen sollen Eigentümer motivieren, energieeffiziente Heizsysteme zu installieren. Für Vermieter können Fördermittel einen erheblichen Teil der Investitionskosten abdecken.

Welche Förderbausteine kombiniert werden können

Die Förderung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die miteinander kombiniert werden können.

FörderartFörderhöheVoraussetzungen
Grundförderungetwa 30 ProzentAustausch alter Heizsysteme
Einkommensbonusbis zu 30 ProzentGeringes Haushaltseinkommen
Geschwindigkeitsbonusbis zu 20 ProzentFrüher Austausch fossiler Heizungen
Effizienzbonusetwa 5 ProzentBesonders effiziente Wärmepumpen

Insgesamt können Förderungen in vielen Fällen bis zu 70 Prozent der Investitionskosten erreichen.

Wie lange die Förderung voraussichtlich bestehen bleibt

Aktuellen politischen Aussagen zufolge sollen Förderprogramme mindestens bis zum Jahr 2029 bestehen bleiben. Die genaue Ausgestaltung kann sich jedoch im Rahmen zukünftiger Gesetzesänderungen verändern.

Kostenentwicklung bei fossilen Heizsystemen

Einfluss der CO2-Bepreisung

Ein zentraler Kostenfaktor für fossile Heizsysteme ist die CO2-Bepreisung. Seit einigen Jahren wird für jede ausgestoßene Tonne CO2 eine Abgabe erhoben.

Diese Kosten werden direkt auf die Preise für Gas und Heizöl umgelegt. Für Mieter und Vermieter bedeutet das steigende Heizkosten, wenn fossile Brennstoffe genutzt werden.

Auswirkungen steigender Bio-Anteile auf Gas und Öl

Zusätzlich zur CO2-Bepreisung können künftig steigende Bio-Anteile bei fossilen Brennstoffen vorgeschrieben werden. Diese erneuerbaren Brennstoffe sind meist teurer als fossile Alternativen.

JahrBeispielkosten pro Jahr
2026etwa 1.600 Euro
2029etwa 2.700 Euro
2035über 3.000 Euro

Die tatsächlichen Kosten hängen vom Energieverbrauch und vom Gebäudezustand ab.

Warum Betriebskosten bei der Heizungswahl entscheidend sind

Viele Heizsysteme wirken bei der Anschaffung günstig. Entscheidend sind jedoch die Gesamtkosten über die gesamte Lebensdauer der Anlage.

Für Vermieter spielt dabei auch die langfristige Kalkulierbarkeit von Betriebskosten eine Rolle. Hohe Energiepreise können sich auf Nebenkosten und damit auf die Attraktivität einer Immobilie auswirken.

Warum eine Energieberatung trotz Wegfall der Pflicht sinnvoll sein kann

Vorteile einer professionellen Heizungsberatung

Auch wenn eine Beratungspflicht möglicherweise entfällt, kann eine fachliche Beratung weiterhin sinnvoll sein. Energieberater analysieren den Zustand eines Gebäudes und prüfen, welche Heizsysteme technisch und wirtschaftlich geeignet sind.

Besonders bei älteren Gebäuden können Faktoren wie Dämmung, Heizflächen und Vorlauftemperaturen eine wichtige Rolle spielen.

Welche Faktoren bei der Wahl eines Heizsystems entscheidend sind

Bei der Auswahl einer neuen Heizung sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören die Größe des Gebäudes, der energetische Zustand und die vorhandene Infrastruktur.

Info-Box: Wichtige Faktoren bei der Heizungsentscheidung

  • Zustand der Gebäudehülle
  • Verfügbare Heizflächen
  • Mögliche Förderprogramme
  • Langfristige Energiekosten

Eine fundierte Planung hilft, Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Was das Heizungsgesetz 2026 für Mieter und Vermieter konkret bedeutet

Mehr Freiheit bei der Heizungswahl

Die geplante Reform des Heizungsgesetzes soll Eigentümern mehr Entscheidungsfreiheit ermöglichen. Verschiedene Heiztechnologien bleiben grundsätzlich erlaubt.

Das schafft Flexibilität bei Modernisierungen und Neubauten.

Gleichzeitig steigende Verantwortung bei der Kostenplanung

Mit der größeren Freiheit wächst auch die Verantwortung der Eigentümer. Langfristige Energiepreise und gesetzliche Rahmenbedingungen müssen stärker berücksichtigt werden.

Investitionsentscheidungen im Heizungsbereich wirken sich meist über Jahrzehnte aus.

Welche Faktoren bei einer Investitionsentscheidung wichtig sind

Für Vermieter spielen neben technischen Fragen auch wirtschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle. Dazu gehören Förderprogramme, Betriebskosten und mögliche Auswirkungen auf Nebenkosten.

Eine sorgfältige Planung hilft, langfristig stabile und wirtschaftliche Heizlösungen zu wählen.

Überblick über die wichtigsten Regeln und Fristen

JahrRegelung
2024Einführung der 65-Prozent-Regel für neue Heizungen
2026Mögliche Reform des Heizungsgesetzes
2029Start der Bio-Treppe für fossile Heizungen
2035Steigende Brennstoffanteile erneuerbarer Energien
2045Ziel der Klimaneutralität im Gebäudesektor

Diese Zeitpunkte zeigen, dass sich die Heizungslandschaft schrittweise verändert.

Die wichtigsten Punkte zum Heizungsgesetz 2026 zusammengefasst

Das Heizungsgesetz bleibt ein zentraler Bestandteil der deutschen Energiepolitik. Auch wenn einige Regeln angepasst werden sollen, bleibt das langfristige Ziel klar: Gebäude sollen künftig klimafreundlicher beheizt werden.

Für Mieter und Vermieter bedeutet dies vor allem mehr Entscheidungsfreiheit, aber auch größere Verantwortung bei Investitionsentscheidungen. Heizsysteme werden künftig stärker über wirtschaftliche Faktoren wie CO2-Kosten und Brennstoffpreise gesteuert.

Wer eine neue Heizung plant oder ein Gebäude modernisieren möchte, sollte daher sowohl gesetzliche Vorgaben als auch langfristige Betriebskosten berücksichtigen. Eine fundierte Planung hilft, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen zu finden, die auch in den kommenden Jahren Bestand haben.

Häufig gestellte Fragen zum Heizungsgesetz 2026

Was genau ist das Heizungsgesetz?

Das sogenannte Heizungsgesetz ist der umgangssprachliche Begriff für Teile des Gebäudeenergiegesetzes, kurz GEG. Dieses Gesetz regelt, welche Anforderungen Gebäude in Deutschland beim Energieverbrauch erfüllen müssen und welche Heizsysteme beim Neubau oder Heizungstausch erlaubt sind. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß im Gebäudesektor zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zu erhöhen.

Für Eigentümer und Vermieter bedeutet das Gesetz vor allem Vorgaben beim Einbau neuer Heizungen sowie Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden. Bestehende Heizungen sind davon in vielen Fällen nicht unmittelbar betroffen.

Wird das Heizungsgesetz 2026 abgeschafft?

Aktuell ist keine vollständige Abschaffung vorgesehen. Stattdessen plant die Bundesregierung eine Reform des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes. Ein neuer Gesetzentwurf soll mehr Technologieoffenheit ermöglichen und bürokratische Vorgaben reduzieren.

Ein zentraler Punkt der Reform ist die mögliche Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Regel. Diese verpflichtete Eigentümer bisher, neue Heizungen überwiegend mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Künftig könnten verschiedene Heiztechnologien wieder stärker gleichgestellt werden.

Muss ich meine bestehende Heizung jetzt austauschen?

Nein. In den meisten Fällen dürfen bestehende Heizungen weiterhin betrieben werden. Das Heizungsgesetz richtet sich vor allem an neu eingebaute Heizsysteme und nicht an bestehende Anlagen.

Ein Austausch wird normalerweise nur dann erforderlich, wenn eine sehr alte Heizung ineffizient arbeitet oder technisch nicht mehr repariert werden kann. Für viele Gebäude gelten zudem Übergangsregelungen und Ausnahmen.

Darf man ab 2026 noch eine neue Gasheizung einbauen?

Nach aktuellen politischen Plänen sollen Gas- und Ölheizungen weiterhin eingebaut werden dürfen. Allerdings können künftig zusätzliche Anforderungen gelten, etwa steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe.

Diese sogenannten Brennstoffquoten sollen sicherstellen, dass fossile Heizungen langfristig klimaneutral betrieben werden können. Für Eigentümer bedeutet das jedoch häufig höhere Betriebskosten.

Was bedeutet die Bio-Treppe im Heizungsgesetz?

Die Bio-Treppe beschreibt eine schrittweise steigende Quote klimafreundlicher Brennstoffe in Gas- und Ölheizungen. Dabei müssen fossile Heizungen künftig einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energieträger wie Biomethan oder synthetische Brennstoffe nutzen.

Die Quote soll ab etwa 2029 beginnen und in mehreren Stufen steigen. Ziel ist es, dass auch fossile Heizsysteme langfristig klimaneutral betrieben werden können.

Welche Heizungen sind laut Heizungsgesetz erlaubt?

Grundsätzlich sind mehrere Heizsysteme möglich. Dazu gehören unter anderem Wärmepumpen, Fernwärme, Biomasseheizungen, Hybridheizungen, Gasheizungen mit klimafreundlichen Brennstoffen sowie strombasierte Heizsysteme.

Das Gesetz schreibt keine einzelne Technologie vor. Entscheidend ist, dass langfristig klimafreundliche Energiequellen stärker genutzt werden.

Welche Auswirkungen hat das Heizungsgesetz auf Mieter?

Mieter sind indirekt betroffen, weil Vermieter Heizungsmodernisierungen teilweise auf die Miete umlegen können. Gleichzeitig können neue Heizsysteme langfristig zu niedrigeren Energiekosten führen.

In vielen Fällen steigen kurzfristig die Investitionskosten für Vermieter. Langfristig können jedoch effizientere Heizungen dazu beitragen, Heizkosten stabiler zu halten.

Gibt es weiterhin staatliche Förderungen für neue Heizungen?

Ja. Der Staat unterstützt den Umstieg auf moderne Heizsysteme weiterhin durch Förderprogramme. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude bietet Zuschüsse für den Austausch alter Heizungen oder den Einbau energieeffizienter Systeme.

Je nach Maßnahme können Zuschüsse einen erheblichen Teil der Investitionskosten abdecken. Förderprogramme sollen nach aktuellen Planungen mindestens bis 2029 bestehen bleiben.

Was bedeutet die kommunale Wärmeplanung für Eigentümer?

Die kommunale Wärmeplanung zeigt, welche Heizlösungen in einer Stadt oder Gemeinde langfristig vorgesehen sind. Städte müssen solche Wärmepläne bis spätestens 2026 oder 2028 erstellen, abhängig von ihrer Größe.

Für Eigentümer kann diese Planung wichtig sein, weil sie Hinweise darauf gibt, ob künftig beispielsweise ein Fernwärmenetz verfügbar sein wird. Das erleichtert langfristige Investitionsentscheidungen beim Heizungstausch.

Werden Heizkosten durch das Heizungsgesetz steigen?

Kurzfristig können Kosten durch Modernisierungen oder neue Heizsysteme steigen. Gleichzeitig sollen langfristig vor allem fossile Energien teurer werden, unter anderem durch CO2-Preise.

Deshalb entscheiden sich viele Eigentümer bereits heute für effizientere Heizsysteme, um langfristig stabilere Betriebskosten zu erreichen. Für Mieter kann dies ebenfalls Auswirkungen auf die Nebenkosten haben.

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