Die Courtage ist eine Vermittlungsgebühr, die bei erfolgreichen Immobiliengeschäften anfällt. Sie wird in der Regel vom Auftraggeber an den Makler bezahlt, wenn beispielsweise ein Kaufvertrag für ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück zustande kommt. Der Begriff „Courtage“ leitet sich vom französischen Wort „courtier“ für Makler ab und ist im deutschen Immobilienmarkt eine gängige Bezeichnung für die Maklerprovision.
Wie wird die Courtage berechnet?
Die Höhe der Courtage ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern wird regional unterschiedlich gehandhabt und meist prozentual vom Kaufpreis berechnet. In Deutschland sind folgende Varianten üblich:
- Zwischen 3 % und 7 % des Kaufpreises, zuzüglich Mehrwertsteuer
- Je nach Region erfolgt die Zahlung durch Käufer, Verkäufer oder beide Parteien zu gleichen Teilen (sog. „hälftige Teilung“)
Vor Abschluss des Maklervertrags sollten Käufer und Verkäufer transparent über die anfallende Courtage und deren Höhe informiert werden.
Wann fällt die Courtage an?
Ein Anspruch auf Zahlung der Courtage besteht nur bei einem erfolgreichen Abschluss des Hauptvertrags, etwa des Kauf- oder Mietvertrags. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
- Es muss ein wirksamer Maklervertrag bestehen.
- Der Makler weist eine Gelegenheit zum Abschluss eines Immobiliengeschäfts nach oder vermittelt aktiv einen Vertragspartner.
- Das Immobiliengeschäft kommt letztlich zustande.
Courtage und rechtliche Grundlagen
Die Erhebung der Courtage ist durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) geregelt. Im Bereich Wohnimmobilien hat der Gesetzgeber im Zuge des sogenannten „Bestellerprinzips“ in Mietangelegenheiten (seit 2015) festgelegt, dass jene Partei die Courtage zahlt, die den Makler beauftragt hat. Beim Kauf von Wohnimmobilien wurde 2020 die hälftige Teilung der Maklercourtage verbindlich eingeführt, sofern Käufer eine natürliche Person sind. Hier sind folgende Regelungen zu beachten:
- Die Vereinbarung der Courtage muss schriftlich erfolgen.
- Eine doppelte Provisionsberechnung ist unzulässig.
Vorteile der Courtage für Immobilienkunden
- Professionelle Marktkenntnis: Makler verfügen über fundiertes Fachwissen und breite Netzwerke.
- Rechtssicherheit: Vermittlung und Vertragsabwicklung erfolgen rechtlich einwandfrei.
- Serviceleistungen: Makler übernehmen Besichtigungstermine, prüfen Unterlagen und unterstützen bei der Vertragsabwicklung.
- Zeitersparnis: Der gesamte Prozess wird effizient gesteuert, was Aufwand und Stress für die Beteiligten verringert.
Achten Sie darauf, dass die Einzelheiten zur Courtage transparent im Maklervertrag geregelt sind. Verhandeln Sie frühzeitig über die Höhe, und prüfen Sie, wer zulässigerweise zur Zahlung verpflichtet ist. Für Privatpersonen lohnt sich ein Vergleich zwischen mehreren Maklerangeboten hinsichtlich der Provision und der angebotenen Leistungen.