Feuerversicherung bezeichnet eine spezielle Form der Sachversicherung, die für Schäden aufkommt, die durch Brandausbruch und dessen unmittelbare Folgen an Gebäuden, Wohnungen oder Mobiliar entstehen. Sie schützt sowohl private als auch gewerbliche Eigentümer vor finanziellen Verlusten durch Feuer, Blitzschlag, Explosion oder Implosion.
Leistungen der Feuerversicherung
Eine Feuerversicherung ersetzt in der Regel die Kosten für beschädigte oder zerstörte Gebäude sowie deren Bestandteile. Oft sind auch fest installierte Gegenstände wie Heizungen, sanitäre Anlagen oder Einbauküchen mitversichert. Die Versicherung übernimmt sowohl die Wiederherstellungskosten als auch Aufräum- und Abbruchkosten, falls diese notwendig werden.
- Deckung bei Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion
- Kostenerstattung für Aufräum- und Entsorgungsarbeiten
- Übernahme von Mehrkosten durch behördliche Auflagen für den Wiederaufbau
Wer benötigt eine Feuerversicherung?
Eine Feuerversicherung ist für Immobilienbesitzer besonders empfehlenswert, insbesondere bei Wohngebäuden und Gewerbeimmobilien. Bei finanzierter Immobilien ist sie oft zwingende Voraussetzung der finanzierenden Bank. Auch Mieter oder Wohnungseigentümer profitieren durch den Versicherungsschutz ihres Hausrates, sofern dies ausdrücklich eingeschlossen ist.
Einige Bundesländer schreiben für bestimmte Immobilien weiterhin den Abschluss einer Feuerversicherung vor, besonders bei Neubauten oder bei spezifischer Nutzung.
Abgrenzung zu anderen Versicherungen
Die Feuerversicherung ist häufig Teil einer kombinierten Gebäudeversicherung, die weitere Risiken wie Leitungswasser-, Sturm- oder Hagelschäden abdeckt. Im Gegensatz dazu sichert eine Hausratversicherung den beweglichen Besitz im Haus gegen Feuerschäden ab. Wer eine Feuerversicherung abschließt, sollte prüfen, welche Risiken und Gegenstände explizit eingeschlossen oder ausgeschlossen sind.
Kostenfaktoren und Beitragsermittlung
- Gebäudewert und Bauart
- Nutzungsart der Immobilie (privat, gewerblich, landwirtschaftlich)
- Individuelle Risiken wie Lage des Gebäudes oder vorhandener Brandschutz
Versicherungen prüfen häufig, ob Rauchmelder oder Feuerschutztüren vorhanden sind. Verbesserte Sicherheitsmaßnahmen können den Beitrag senken und führen zu besseren Konditionen.
Um den optimalen Versicherungsschutz zu gewährleisten, sollte die Versicherungssumme regelmäßig überprüft und an gestiegene Baupreise angepasst werden. Ein Unterversicherungsverzicht in der Police schützt zusätzlich davor, im Schadensfall nur einen Teil der Kosten ersetzt zu bekommen.
Schadensmeldung und Regulierung
Im Brandfall sollte der Schaden der Feuerversicherung umgehend gemeldet werden. Dokumentationen wie Fotos, eine Liste beschädigter Gegenstände und eine Schadensschätzung unterstützen die schnelle Bearbeitung. In Zusammenarbeit mit Sachverständigen prüft die Versicherung den Schaden und kümmert sich um die Regulierung, sodass Eigentümer zeitnah mit der Beseitigung der Schäden beginnen können.