Als Innenprovision wird die Vergütung bezeichnet, die ein Immobilienmakler direkt vom Auftraggeber, also meistens vom Verkäufer oder Vermieter einer Immobilie, für seine Dienstleistungen erhält. Im Gegensatz zur Außenprovision, die von Käufer oder Mieter getragen wird, fällt die Innenprovision ausschließlich beim beauftragenden Teil an. Die Höhe der Innenprovision ist vertraglich zwischen Immobilieneigentümer und Makler festgelegt und variiert je nach Region, Immobilienart und individueller Vereinbarung.
Unterschied zur Außenprovision
Während bei der Außenprovision die Käufer oder Mieter in der Pflicht stehen, die Maklercourtage zu bezahlen, ist bei der Innenprovision der Verkäufer oder Vermieter alleiniger Auftraggeber des Maklers. Im Exposé oder im Maklervertrag wird stets ausgewiesen, wer zur Zahlung der Provision verpflichtet ist. Diese Unterscheidung sorgt für Transparenz beim Immobiliengeschäft und hat direkten Einfluss auf die Preisgestaltung sowie die wirtschaftlichen Interessen beider Parteien.
Rechtliche Grundlagen zur Innenprovision
Die Innenprovision ist rechtlich durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sowie durch spezielle Vorschriften, wie die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV), geregelt. Seit der Reform des Wohnungsvermittlungsgesetzes 2015 (Bestellerprinzip) dürfen Makler bei Vermietungen von Wohnraum in vielen Fällen ausschließlich eine Innenprovision verlangen, also nur von demjenigen, der den Makler beauftragt hat. Beim Verkauf von Immobilien gelten je nach Bundesland und Art der Immobilie unterschiedliche Regelungen, die sowohl Innen- als auch Außenprovisionen ermöglichen.
Höhe und Verhandlung der Innenprovision
Die Höhe der Innenprovision ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern frei verhandelbar. In der Praxis beträgt die Provision in Deutschland beim Verkauf von Immobilien meist zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Die genaue Ausgestaltung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. dem geschätzten Arbeitsaufwand des Maklers, dem regionalen Markt und den Besonderheiten der Immobilie. Eine transparente Provisionierung schafft Vertrauen zwischen Makler und Auftraggeber und kann wesentlich zum erfolgreichen Abschluss eines Immobiliengeschäfts beitragen.
Vorteile und Besonderheiten der Innenprovision
- Klare Kostenstruktur: Die Zahlungsmodalitäten der Innenprovision sind im Maklervertrag festgeschrieben und bieten Planungssicherheit.
- Vertrauensverhältnis: Die alleinige Auftraggeberstellung fördert die Fokussierung des Maklers auf die Interessen von Verkäufer oder Vermieter.
- Flexibilität: Individuelle Absprachen bezüglich Höhe und Zahlungsmodalitäten können getroffen werden.
Insbesondere beim Verkauf von Wohnimmobilien ist es für Eigentümer empfehlenswert, auf eine transparente Vereinbarung der Innenprovision zu achten. Eine professionelle Maklerberatung hilft, überhöhte Provisionsforderungen zu vermeiden und die Rechte als Auftraggeber zu stärken.