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Lageplan

Ein Lageplan ist eine maßstabsgetreue grafische Darstellung eines Grundstücks und seiner unmittelbaren Umgebung. Er zeigt Grenzen, Bestandsgebäude, Zufahrten, Nachbargrundstücke, Straßen, Trinkwasser-, Abwasser- und Leitungsführungen sowie die Himmelsrichtung. Lagepläne dienen der Orientierung, Planung und rechtlichen Klärung bei Immobilien- und Bauvorhaben.

Wofür wird ein Lageplan benötigt?

Der Lageplan ist ein zentrales Dokument bei Bauanträgen, Grundstückskäufen, Teilungen und Genehmigungsverfahren. Behörden, Architekten, Notare und Immobilienkäufer nutzen ihn, um Parzellengrenzen, Abstände zu Nachbarbebauung und die Erschließung zu prüfen.

  • Bauantrag und Baugenehmigung
  • Grundstückskauf und -verkauf
  • Einreichung bei Genehmigungsbehörden
  • Planung von Erschließung und Versorgung

Inhalte und typische Bestandteile eines Lageplans

  • Grundstücksgrenzen und Flurstücksnummern
  • Bestehende und geplante Gebäude mit Abmessungen
  • Straßen-, Gehweg- und Zufahrtsverläufe
  • Versorgungsleitungen und Anschlüsse (Wasser, Abwasser, Strom, Gas)
  • Nordpfeil und Maßstab (z. B. 1:500)

Arten von Lageplänen

  • Amtlicher Lageplan: Wird von Vermessungsbehörden oder vermessungsberechtigten Personen erstellt und für Bauanträge verlangt.
  • Situationsplan / Übersichtsplan: Vereinfachte Darstellung zur Orientierung, oft für Exposés oder erste Planungsschritte.
  • Katasterplan: Teil des Liegenschaftskatasters mit offiziellen Flurstücksgrenzen, allerdings nicht immer maßstabsgerecht für Bauanträge.

Erstellung, Formalien und rechtliche Bedeutung

Ein rechtsverbindlicher Lageplan muss bestimmte formale Anforderungen erfüllen. In der Regel erstellt ihn ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur oder eine bauamtlich zugelassene Stelle. Behörden fordern häufig einen Lageplan im Maßstab 1:500 oder 1:200 mit eingetragener Baugenehmigung und Höhenangaben.

Rechtlich ist der Lageplan wichtig, um Baulinien, Abstandsflächen und Grenzabstände nachzuweisen. Fehler im Lageplan können Verzögerungen im Genehmigungsverfahren oder Streitigkeiten bei Eigentumsübertragungen verursachen.

Praktische Hinweise für Käufer, Mieter und Planer

Ein Lageplan hilft, Lagevorteile und Risiken eines Objekts schnell zu erkennen. Achten Sie auf:

  • Genauen Maßstab und Datum der Vermessung
  • Nebenflächen wie Stellplätze, Grünflächen und Zufahrten
  • Unterschiede zwischen amtlichem Lageplan und vereinfachten Plänen im Exposé
Infobox:
Lassen Sie vor Kauf oder Bau die Aktualität des Lageplans prüfen. Kleine Grenzabweichungen oder neue Leitungsführungen können große Auswirkungen auf die Bebaubarkeit haben. Für Bauanträge verwenden Sie ausschließlich amtliche oder von Vermessern erstellte Lagepläne.